Tracksau von Jamara: Erste Eindrücke

Jamara Tracksau

Jamara Tracksau

“Ein Nitro-Monstertruck im Maßstab 1:10 ist nichts Halbes und nichts Ganzes…” Der Auffassung war ich bis jetzt auch immer, bis ich durch Zufall auf einen Forenbeitrag mit dem interessanten Titel “Tracksau” stieß.
Nachdem ich mir das Video angeguckt hatte, war ich erstmal baff… Jamara bzw. dessen Zulieferer hatte es tatsächlich fertig gebracht, einen 1:10er MT mit einem 4ccm-Motor auf den Markt zu bringen. So ein Teil musste natürlich her.

 

Nachdem ich den Karton geöffnet hatte, war ich überracht, dass das Auto doch raltiv kompakt und sehr durchdacht aufgebaut war. Was mir außerdem auf den ersten Blick auffiel war der Kunststoffschutz auf dem Motorkühlkopf, sowie die große Wheeliebar.
Das Fahrwerk ist aus der Schachtel heraus extrem weich abgestimmt, was sich im späteren Einsatz allerdings nicht als nachteilig erweisen sollte, ganz im Gegenteil.
Was mich etwas störte war die fehlende Glühkerze, bzw. das “offene Loch” im Motorkühlkopf. Wie leicht verirrt sich da mal ein Kleinteil hinein, dass dann bei den ersten Startversuchen zu schwerwiegenden Schäden führen kann.

Vor den ersten Fahrversuchen habe ich den Empfänger ausgebaut und durch einen 40 MHz von Robbe ersetzt. Ich wollte das Auto gleich von Anfang an mit meinem eigenen Sender fahren. Deswegen kann ich auch zur Reichweite bzw. Störsicherheit der beiliegenden Anlage nichts sagen. Zusätzlich habe ich noch ein Failsave von T2M eingebaut, man weiß ja nie.

Nachdem die Akkus geladen, eine Glühkerze besorgt und das Auto betankt war, konnte es eigentlich los gehen. Es empfiehlt sich allerdings, alle Schrauben nocn einmal auf festen Sitz zu kontrollieren und alle Schraubverbindungen metall-metall zusätzlich noch mit Schraubensicherungslack zu sichern, was Jamara anscheinend verpennt hat (v.a. die Radmuttern und Motorbockschrauben sind wichtig).

Nun kann es aber wirklich losgehen, also Auspuff zuhalten, einige Male am Starter ziehen, bis der Sprit im Vergaser angekommen, Anglühstick drauf und erneut kurz und krätig anziehen. Schon erwacht der Motor zum Leben.
Die ersten beiden Tanks wurden nur in Stand bzw. langsamen umherrollen verbracht, wobei der Vergaser dabei in sehr Einstellung belassen wurde. Erst ab dem dritten Tank wurde angefangen, den Vergaser etwas mägerer zu stellen.

Jamara empfiehlt eine Einlaufphase von 5 Tankfüllungen, die dem Motor auf jeden Fall gegönnt werden sollten um die spätere Leistung auch voll ausschöpfen zu können.

Nach der Einlaufphase, die größtenteils auf einer geteerten Straße verbracht wurde, sollte die Tracksau jetzt ein einer Kiesgrube zeigen, was in ihr steckte. Nachdem der Vergaser noch auf hohe Leistung eingestellt war, ging es wirklich bemerkenswert voran, aus dem Stand anfahren artet fast zwangsläufig in einen Wheelie aus und auch die Höchstgeschwindigkeit lässt keine Wünsche offen. Wer brauch da schon ein aufwändiges und v.a. Störanfälliges 2-Ganggetriebe? Auch die Stabilität hat mich erstaunt, es ist wirklich schon fast erschreckend, was dieser Truck alles klaglos mitmacht.

Etwas negaiv aufgefallen bei diesem Fahrtest ist der relativ hohe Schwerpunkt, der durch die hohe Motoreinbauposition entsteht. Andererseits ist das ja bei den meißten “richtigen” MTs so.

Ich für meinen Teil habe immer einen riesen Spaß, wenn die Tracksau dabei ist und kann das Auto wirklich jedem Empfehlen, der für wenig Geld einen Nitro-Monster mit viel Leistung sucht.

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