Lackieren einer Lexankarosserie

Lexankarosserie

Lexankarosserie

In diesem Beitrag wird erklärt, worauf man beim Lackieren einer Lexankarosserie achten muss. Das Lackieren ist eigentlich sehr einfach. Um aber ein perfektes Ergebnis zu erreichen, sind allerdings einige Dinge wie die richtige Vorbehandlung und Sprühtechnik sehr wichtig.
Sonst kann es zu hässlichen Farbverläufen schon während dem Lackieren oder später sehr leicht zu Lackabplatzern kommen.

 

Was wird benötigt?

 

1. Natürlich eine unlackierte Lexankarosserie und das Auto auf das die Karosse hinterher drauf soll.

2. Spezielle Lexan- oder Pofarbe (gibt´s in Sparaydosen z.B. von LRP und Tamiya)

3. Warmes Wasser mit etwas Spühlmittel

4. Ein sauberes, fusselfreies Tuch (ggf. einen Haar-Fön)

5. Scheibenabkleber oder Maler-Krepp (sollte ein gutes sein, damit die Farbe nicht darunter läuft)

6. Eine scharfe Schere (spez. Lexan-, oder Nagel-Schere). Bei Verwendung von Krepp oder Maskierfilm noch ein scharfes Messer, oder Skalpell.

 

Wie geht man vor?

  1. Karosserie sauber an den dafür vorgesehenen Kanten ausschneiden und die Karosserielöcher zumindest anzeichnen bzw. bohren und Karosse zum testen auf das Chassie setzen.
  2. Die Schnittkanten ggf. mit etwas Schleifpapier entgraten. Gerade bei Radkästen und Ausformungen macht dies Sinn, da die Karosserie sonst bei starker Belastung leicht einreißen kann.
  3. Die Karosserie im warmen Spühli-Wasser auswaschen, um die Seifenreste zu entfernen nochmal mit klarem Wasser nachspühlen. (der Vorgang entfernt die durch den Herstellungsprozess anhaftenden Lösungsmittel und Fett in der Karosserie).
  4. Karosserie mit dem Tuch abtrocknen, ggf. mit dem Fön nachtrocknen. Den Fön nicht zu nahe an die Karosse halten weil diese sonst zu heiß wird und sich verziehen könnte.
  5. Nochmals vergewissern, ob auch wirklich jeder Tropfen Wasser aus der Karosse entfert wurde.
  6. Wenn die Karosserie nicht schon einen Schutzfilm an der Außenseite hat, muss diese komplett von außen abgekebt werden. Das verhindert, dass sich hässliche Sprühnebel auf der Außenseite absetzten.
  7. Die Scheiben können nun von innen entweder mit beiliegenden Scheibenabklebern, Maler-Krepp oder am besten mit Maskierfilm (erhältlich z.b. beim Malerbedarf) abgeklebt werden. Beim Krepp/Maskierfilm einfach einen Streifen über das Fenster und das, was übersteht vorsichtig mit dem Messer/Skalpell abtrennen und abziehen. Darauf achten, dass die Ränder alle sauber kleben und keine Farbe in die Scheiben laufen kann.
  8. Wenn in mehreren Farben lackiert wird, können hier auch gleich die Trennlinie etc. abgeklebt werden.
  9. Karosse mit der dunkelsten Farbe zuerst beginnend von innen lackieren. Die Farbe in mehreren dünnen Schichten auftragen und zwischen den Lackiervorgängen ca. 2 Min. trocknen lassen. Nicht zu viel auf einmal aufbringen, sonst verläuft die Farbe.
    Am besten hat sich das Lackieren von mindestens 4 – 5 hauchdünner Schichten bewährt, so verhindert man da Entstehen von Lackiernasen. Um die Lackdicke zu prüfen, bzw. noch nicht ganz abgedeckte Stellen zu finden, die Karosserie einfach gegen das Licht betrachten.
  10. Farbe gut trocknen lassen, dabei darauf achten, dass sich keine Fussel oder Staub im frischen Lack festsetzen.
  11. Bei mehrfarbigen Karosserien sollte nun die nächste Farbe auftragen. Wieder dünn einsprühen und trocknen lassen.
  12. Wenn ein Spoiler dabei ist, diesen genauso behandeln und lackieren.
  13. Die Karosserie sollte jetzt nocheinmal gut durchtrocknen, am besten über Nacht in einem gut durchlüfteten (warmen) Raum.
  14. Wenn der Lack in der Karosse getrocknet ist und alle lackierdurchgänge abgeschlossen sind können jetzt vorsichtig die Schutzfolien abgezogen werden.
  15. Mit einer scharfen Schere nun den Aufkleber-Bogen ausschneiden und aufkleben.

Wichtig!

Beim Lackieren entstehen giftige, recht unangenehm riechende Dämpfe, daher sollte ausschließlich in gut drchlüfteten Räumen, oder draußen lackiert werden.

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